Was bisher geschah oder auch „Einfache Zitronencreme“

Ja, ja. Es ist wirklich schon einige Zeit ins Land gezogen, seitdem hier ein Rezept stand. Aber nun geht es mit frischem Elan erneut an’s Werk. Hier meine Impressionen aus den letzten Wochen:

Ein persönliches Highlight im Urlaub war unser Besuch im Kloster der Missionsdominikanerinnen in Schlehdorf am Kochelsee. Hier habe ich ein Koch- und Backbuch gefunden (und sofort gekauft) (5. Auflage, 1989), welches seit der 2. Auflage 1920 unverändert abgedruckt wird. Hier findet man wirklich alles: von Suppen, Torten über Pasteten, Gefrorenes, Eingewecktes und Liköre etc. Manchmal werden Gewürze genannt die man im Internet suchen (jedenfalls ich, da nie von gehört) muss bzw. eine Alternative dazu finden. Auch wird heutzutage kein Eisen zum (erneuten) heiß machen der Gerichte benötigt (obwohl ich so etwas ja gerne hätte und einen Gasherd und einen Ofenherd und und und). Kurz gesagt: Ich liebe dieses Buch!

Mein 2. absolutes Glanzlicht war die Hochzeit meines Sohnes. Strahlend blauer Himmel, eine entzückende Braut, ein gut aussehender Bräutigam, entspannte Gäste, eine schöne Feier und eine extrem leckere Torte:

Love is in the air

Love is in the air

Und damit niemand sagen kann, ich stehe nicht mehr in der Küche und weil ich ein Süßschnabel bin und weil es schnell geht und weil „wir“ ja das neue Kochbuch ausprobieren möchten und weil man es mit Alkohol und auch ohne machen kann (das sage ich jetzt, denn ich nehme Apfelsaft):

Einfache Zitronencreme  lemon-624967_1280

1/2 Flasche Apfelwein wird mit dem Saft und der Schale einer Zitrone aufgekocht, 150 g Zucker, 25 g Stärkemehl, 3 Eigelb mit Wein verrührt, auf gelindem Feuer geschlagen bis es dicklich ist, der steife Schnee der 3 Eiweiß leicht daruntergemengt und wenn etwas abgekühlt in Glasschalen gegeben und kaltgestellt.

img_3999Meine Variante war mit ungefähr 300-350 ml klaren Apfelsaft, 2 Eiern, ca. 15-20 g Stärke, 1,5 Zitronen, knapp 100 g Zucker (Geschmacksache und Pi mal Daumen).

 

 

 

 

 

Weltbester Zitronen-Mohn-Kuchen schmeichelt einer Zitronen-Forelle

Und schon wieder ist ein Wochenende fast vorbei. Manchmal, meistens, öfters, frage ich mich, warum die Zeit so schnell vergeht.Vor 20 Jahren lief alles noch langsamer, wieso jetzt nicht? Ich gehe arbeiten, komme nach Hause, der Hund wird später zur letzten Runde Gassi geführt, ooops, es ist 22 Uhr und eigentlich sollte ich hier im Blog noch schreiben, irgendetwas backen oder kochen. Funktioniert nicht. Was war also diese Woche los, gab es etwas Wichtiges? Hm …

Jawohl, gab es! Mein Liebster und ich haben uns diesen kleinen Gefährten zugelegt:

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Jene kleine „Biene“ wird umgebaut und unser mobiles Zuhause.

Wer uns beim Umbau und unseren Reisen begleiten möchte, ist hiermit gerne eingeladen. Ich habe einen neuen Blog eröffnet – guckst du – adelesape.wordpress.com. Ich würde mich freuen, den Ein oder Anderen dort wieder zu treffen.

Gekocht und gebacken wurde natürlich auch. Fangen wir mit dem Kuchen an (Moment, ich hole mir mal ein Stück, räusper, äh, eigentlich das vierte oder fünfte Stück). Dieses Rezept habe ich aus dem Buch „Guerilla Bakery“ von den Scharl Schwestern. Dieses Backbuch ist toll und die Rezepte gelingen immer. Also ran die Rührschüssel und nachgebacken:

Zitronen-Mohn-Kuchen

Zutaten

  1. 200 g Mehl
  2. 2 TL Backpulver
  3. 150 g weiche Butter
  4. 225 g Zucker
  5. 3 Eier
  6. 40 g gemahlener Mohn
  7. 3 Bio-Zitronen
  8. 250 ml Buttermilch
  9. 200 g Puderzucker

Ofen auf 160 Grad vorheizen, 24er-Form einfetten IMG_3756

Zubereitung

  1. Mehl und Backpulver in eine Schüssel sieben (sieben macht wirklich einen Unterschied)
  2. Weiche Butter und Zucker mit dem Handmixer ca. 4 Minuten fluffy schlagen (steht da wirklich)
  3. Einzeln und nacheinander die Eier unterrühren
  4. Mohn, die Schale und den Saft von 2 Bio-Zitronen in die Buttermischung mixen
  5. Abwechselnd, mit einem Holzlöffel oder einem Spachtel, die Mehlmischung sowie die Buttermilch vorsichtig unterrühren. Mit der Buttermilch enden
  6. ca. 55 Minuten backen und den Kuchen vollständig auskühlen lassen
  7. Puderzucker mit dem Saft 1 Zitrone und 1 Spritzer heißem Wasser vermischen und auf dem Kuchen verteilen
  8. Mit Zitronenzesten dekorieren

Natürlich ist es auch möglich erst damit anzufangen:

Forelle mit Zitronen-Püree, Thymian

Zutaten: Forellenfilets, Bio-Zitronen, neue Kartoffeln, Thymian kleingeschnitten, Salz, Pfeffer

Zubereitung: IMG_3732 (1)

  1. Neue Kartoffeln putzen, klein schneiden und mit Salz weich kochen
  2. In eine Schüssel umfüllen
  3. Forelle auf der Hautseite mit Salz, Pfeffer, Thymian und Zitronenzesten würzen, in Olivenöl anbraten, andere Seite währenddessen genauso würzen
  4. Forelle umdrehen und zu Ende braten, etwas Zitronensaft und Butter dazu
  5. Aus der Pfanne nehmen und warm stellen
  6. In die Pfanne ein wenig Wasser geben und den Bratensatz auflösen
  7. Kartoffeln quetschen, Olivenöl dazu, Saft einer Zitrone, Thymian und Bratensatz vermischen. Nachwürzen nötig?
  8. Forellenfilet mit dem Zitronenpüree servieren

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Liebster Award Teil 2 oder And the nominees are …

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Hier nun die versprochenen 11 Fragen:

  1. Morgenmuffel oder Lerche?
  2. Wenn du nur 2 Wünsche frei hättest, was würdest du dir wünschen (abgesehen vom Weltfrieden)?
  3. Welches Buch liest du zur Zeit?
  4. Theater oder Kino?
  5. Was wolltest du als Kind einmal werden? Feuerwehrmann, Sheriff, Abenteurer, oder …?
  6. Unabhängig von Zeit und Geld: wo würdest du gerne einmal deinen Urlaub verbringen wollen?
  7. CD oder Platte?
  8. Gibt es ein Vorbild für dich? Wer?
  9. Wohnwagen oder Luxushotel?
  10. Was machst du bei Regenwetter am liebsten?
  11. Lieblingsrezept?

Und hier meine Nomierungen:

  1. Stille Ecken in Berlin: Weil ich durch die Autoren immer wieder Orte in Berlin kennenlerne, die mir noch völlig unbekannt sind. Mein persönlicher Stadtführer.
  2. Maja von Schwarzenberg: Weil ihr Blog mir den Alltag schöner, leichter und amüsanter macht. Jeden Tag.
  3. Schwedisch kochen in Deutschland:  Ferien auf Saltkrokan, Knäckebrot, Rentiere, Schären. Schweden hat auch eine Küche, deren Entdeckung lohnt. Und manchmal braucht man auch Mut. Rezepte einmal abseits der immer gleichen Küche.

Über 300 Follower und meine Nummer 4, aber trotzdem würde ich den Blog hier gerne aufführen. Casa Selvanegra: Ibiza-Liebe zuhause im Schwarzwald. Weil hier immer Urlaubsstimmung herrscht und weil ich den Schwarzwald liebe. Und weil ich den Blog einfach mag.

Und hier noch einmal die Regeln:

1.Bedanke Dich bei der- bzw. demjenigen, die/der Dich nominiert hat.
2. Beantworte die 11 Fragen, die dir der Blogger, der dich nominiert hat, stellt.
3. Nominiere 3, 5, 8 oder 11 weitere Blogger mit weniger als 300 Followern für den “Liebster Award”.
4. Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für deine nominierten Blogger zusammen.
5. Schreibe diese Regeln in deinen “Liebster Award”-Beitrag.
6. Kopiere eines der „Liebster Award“-Logos in deinen Beitrag.

Für den kleinen Hunger zwischendurch: Buchweizen-Pfannkuchen. Besonders fluffig, wenn das Eiweiß aufgeschlagen wird. Und Obst ist gesund: Ran an die Heidelbeeren!

 

Liebster Award Teil 1 oder auch weiße Kaninchen können rennen

Da ich meiner Zeit schon wieder hinterherhinke und mich fühle wie das weiße Kaninchen mit seiner Taschenuhr ((ich musste eine Ape kaufen. Dazu an anderer Stelle mehr.)(siehe dazu auch Punkt 7 bei den Fragen/Antworten von Frøken Flussvamp)), gibt es heute nur den 1. Teil. Meine Nominierungen und die dazugehörigen Fragen dann morgen (uups, ist es ja gleich).

So, jetzt geht es los:

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  1. Bedanke Dich bei der- bzw. demjenigen, die/der Dich nominiert hat.
  2. Beantworte die 11 Fragen, die dir der Blogger, der dich nominiert hat, stellt.
  3. Nominiere 3, 5, 8 oder 11 weitere Blogger mit weniger als 300 Followern für den “Liebster Award”.
  4. Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für deine nominierten Blogger zusammen.
  5. Schreibe diese Regeln in deinen “Liebster Award”-Beitrag.
  6. Kopiere eines der „Liebster Award“-Logos in deinen Beitrag.

Liebes Frøken Fluesvamp, hiermit noch einmal lieben Dank. Es freut mich, von jemanden nominiert worden zu sein, der selber einen tollen Blog hat! Ich werde versuchen, deine Fragen gewissenhaft zu beantworten. Du wolltest wissen:

  1. Was war Dein allererster Blogartikel und was war Dein Antrieb dafür? Der war am 7.2.16 mit einem Rezept für selbstgemachte Mandelmilch. Zu diesem Zeitpunkt bin ich noch total auf Mandelmilch abgefahren.
    Soft anfangen und dann versuchen sich zu steigern.
  2. Angenommen Du hättest die Möglichkeit in Deinem Lieblingskinderbuch mitzuspielen. Welches wäre das? Lieblingsbuch? Schwierig. Manche sammeln Briefmarken – ich Bücher. Vielleicht 5 Freunde von Enid Blyton.
  3. Und welche Rolle würdest Du übernehmen wollen? Natürlich George. Wegen Timmy.
  4. In Ben Aaronovitchs Buch-Reihe „Die Flüsse von London“ ist die Rede von sogenannten „Vestigia“, die besonders gut in alten Bauwerken gespeichert werden und von Magiebegabten durch Handauflegen wahrgenommen werden können. Sie erzählen Dir dann von (magischen) Begebenheiten, die dort einmal passiert sind. Auf welches „alte“ Bauwerk würdest Du gerne mal Deine Hand auflegen und die Geschichten erzählt bekommen? Irgendeine alte Burg in Irland oder Schottland.
  5. Was möchtest Du noch lernen, angefangen bei Apfelernte, aufgehört bei Zitterspielen? Endlich richtig italienisch sprechen. Meine Lebensaufgabe. Wobei Zitterspielen eine Alternative wäre.
  6. Schwalbe oder Schweinswal? Wer wärst Du gern für einen Tag? Schweinswal. Wasser beruhigt.
  7. „Ich möcht‘ hier einfach nur sitzen!“ (Loriot) – Hummeln im Hintern oder süßes Nichtstun? Auf jeden Fall Hummeln. Manchmal überhole ich mich selber. 
  8. Siehst Du Bilder in den Wolken? Jupp. Aber lieber bin ich über den Wolken.
  9. Dein gute-Laune-Lieblingsduft? Der Duft des Waldes nach Regen. 
  10. Kann Dich ein Lied zu Tränen rühren? Zu Tränen nicht, aber sentimental machen: Purple Schulz “Sehnsucht / ich will raus“.
  11. Hand aufs Herz! Gibt es einen so richtig „peinlichen“ Song, den Du liebst? Raus damit ;-)! „Ein Bett im Kornfeld“ von Jürgen Drews. Keiner kennt es, aber alle können mitsingen ;-). Wehe du verrätst es!

Leute, wir „hören“ uns morgen. Ich muss ins Bett. Gegen halb sechs klingelt der Wecker und dann geht es los mit einer Runde Nordic Walking. Jaja, ich bin auch ein Stöckchen-Schwinger. Was macht man nicht alles für die Gesundheit …

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Frei nach T-800: I’ll be back with a very great Käse-Lasagne

Nicht das Sie glauben, ich habe mit meinem dicken Bauch in der Sonne gelegen … nee nee, ich war unpäßlich, ausgeknockt, malade, indisponiert etcetera etcetera. Ich merke, ich muss ganz schön viel nachholen.

Aber das ALLERALLERALLERWICHTIGSTE mit einem dicken Dankeschön verbunden:

Frøken Fluesvamp – Fräulein Fliegenpilz hat mich für den „Liebster Award“ vorgeschlagen. Hand aufs Herz … ich war wirklich baff. Musste 2x lesen (das erste Mal dachte ich noch: verdammt, da fliegt noch jemand mit dem Namen EssBotschaft durch’s Netz), glaubte es beim zweiten Mal, reichte das Handy (da hatte ich die Nachricht aufgerufen) an den Liebsten weiter mit den Worten: das glaubst du nicht! Guck, guck, guck, hach, ich bin so aufgeregt, lies, lies,lies …und freute und freu mich immer noch sehr darüber, da ich diesen Award und seinen Sinn und Zweck gut finde. An dieser Stelle auch noch einmal ein dickes Dankeschön an meine Follower: Ihr alle habt wunderbare Blogseiten, die ich immer mit viel Genuss lese.

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Zum Award, den Fragen von Frøken Fluesvamp und meinen Antworten, meinen Nominierungen und den dazugehörigen Fragen komme ich morgen.

Damit ich wieder warmlaufe, ein Nudel-Rezept. Ich wollte Manicotti-Nudeln, bekam diese nicht und musste auf Lasagne-Platten zurückgreifen. Deswegen wurde aus Käse-Manicotti nun Käse-Lasagne. Das Rezept stammt aus dem Buch „Müsli für den Mörder“ von Diane Mott Davidson. (Ich war im Antiquariat und habe einen Sack voll Bücher vom ECON Verlag erworben). Und Leute: Diese Käsesauce ist der Hammer. Ach, noch etwas. Im Rezept steht Ricotta. Mein kleiner Einkaufsladen hatte also nicht nur diese Nudeln nicht, nein, Ricotta gab es diesmal auch nicht. Also musste ich mir etwas einfallen lassen, surfte im Internet herum und bin auf der Seite Bengelchen’s Chaosleben fündig geworden.

„Ricotta“ selber gemacht: 3 Becher Schmand, 1 Liter Wasser, 1 Liter Milch, etwas Zitronensaft. Ein Leinentuch, Sieb und eine Schüssel.thumb_IMG_3633_1024

Schmand in einen Topf geben und vorsichtig erhitzen. Milch und Wasser dazugeben. Aufkochen. Etwas Zitronensaft beifügen. Milch beginnt zu gerinnen. Herd ausschalten, den „Ricotta“ abschöpfen und in die mit dem Tuch und Sieb ausgelegte Schüssel geben und abtropfen lassen.

Käse-Lasagne

Für die Soße:

  • 1 große Zwiebel
  • 4 Knoblauchzehen gepresst oder gehackt
  • 2 EL Olivenöl
  • 340 g Tomatenmark
  • 300 ml Wasser
  • 2 EL fein gehackte, frische Oreganoblätter
  • 1 kleines Lorbeerblatt
  • 1 TL Salz
  • 1/2 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Nudeln hier: vorgekochte Lasagne-Blätter

Für die Füllung:

  • 1 1/2 Tassen Ricotta
  • 6 große Eier
  • 350 g Fontinakäse, gerieben
  • 125 g Mozzarella-Käse, gerieben
  • 30 g frisch geriebenen Parmesan
  • 6 EL weiche Butter
  • 1 TL Salz
  • 1/4 TL frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer
  •  2 TL fein gehackte frische Basilikumblätter
  • frisch geriebenen Parmesankäse zum Bestreuen

Und so wird es gemacht:

  • Backofen auf 175 Grad vorheizen
  • Für die Soße die Zwiebeln und den Knoblauch bei mittlerer Hitze glasig schmoren
  • Tomatenmark zugeben und verrühren
  • Nach und nach das Wasser zugeben
  • Gewürze hinzu und auf kleiner Flamme köcheln lassen. Fertig
  • In einer großen Schüssel den Ricotta mit den Eiern verquirlen und gut vermengen
  • Die geriebenen Käse und die weiche Butter zugeben
  • Gut verrühren
  • Salz, Pfeffer, Basilikum untermengen
  • Auf kleiner Stufe verquirlen. Gut verrühren. Fertig
  • Eine kleine Form einfetten
  • Ein wenig Soße in die Form geben
  • Lasagne-Blatt auf die Soße geben
  • Wieder die Soße
  • Nudel
  • Soße
  • Immer abwechselnd, mit Nudel enden
  • Über alles die Tomatensoße geben
  • Mit Parmesankäse bestreuen
  • Etwa 20 Minuten backen bis der Käse geschmolzen ist und die Soße Blasen wirft
  • Servieren und Genießen (schmeckt auch kalt!)

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Schwarzer Reis mit gegarter Roter Beete, Orangensoße uuuund Quorn? Quorn! Echt jetzt?

Ich wollte schon immer schwarzen Reis ausprobieren. Wichtig ist: Bevor er gekocht wird, bitte sorgfältig waschen. Er färbt ziemlich (wenn Sie mein Spülbecken sehen könnten. Nicht gut, nicht gut kann ich nur sagen). Und dazu Rote Beete, Orangensoße mit

… Eine Kollegin brachte mir vor kurzem „Quorn“ mit. Nee nee, nichts Außerirdisches, eher ein Kunstprodukt. Bis dato hatte ich davon weder etwas gehört noch es in irgendwelchen Regalen gesehen. Da sie davon so schwärmte, bat ich sie mir eine Packung mitzubringen.

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Wikipedia sagt dazu:

Quorn ist der Handelsname für ein proteinreiches, industriell hergestelltes Nahrungsmittel aus dem fermentierten Myzel eines spezifischen filamentösen Schlauchpilzes, umgangssprachlich auch den Schimmelpilzen zugeordnet. Das cholesterinarme Gemisch, das zu 10–15 % aus Proteinen, auch Mycoprotein genannt, und zu 2,5–19 % aus Fetten besteht, wird mit Vitaminen und Mineralien angereichert und mit Eiweiß aus Hühnereiern als Bindemittel in einem patentierten Verfahren zu vegetarischem Fleischersatz verarbeitet.

Um Quorn herzustellen, wird die jeweilige Pilzkultur mit einer Traubenzuckerlösung und Mineralstoffen bei einer Temperatur von 28 °C fermentiert. Anschließend wird das Pilzmyzel abfiltriert und weiterverarbeitet.

Sehen wir einmal davon ab, wie es hergestellt wird … es war sehr schmackhaft. Natürlich kann es durch Fleisch oder Tofu im Rezept ersetzt werden.

Wir benötigen:

  1. Schwarzen Reis
  2. 1-1,5 Saftorangen
  3. Rote Beete
  4. Rosmarin
  5. Schalotten
  6. Öl und Balsamico
  7. Salz und Pfeffer
  8. Quorn, Tofu oder Fleisch
  9. Crème fraiche
  10. Alufolie

Wir machen es so:

  1. Backofen auf 200 Grad vorheizen
  2. Rote Beete schälen, halbieren
  3. Rote Beete auf die Alufolie legen
  4. Mit Olivenöl und Balsamico beträufeln
  5. Salz und Pfeffer darüber
  6. 1 Schalotte halbieren und hinzu
  7. 2 Rosmarinzweige dazu
  8. Gut verschließen und für 1 Stunde in den Backofen
  9. Reis waschen. Gründlich, gründlich, gründlich
  10. Nach Anweisung zubereiten
  11. 1 Schalotte in Würfelchen schneiden
  12. Öl in der Pfanne erhitzen
  13. Zwiebel dazu
  14. Quorn oder oder beifügen
  15. Mit Salz, Pfeffer, Prise Paprika anbräunen
  16. Mit dem Saft der Orangen ablöschen
  17. 2-3 EL Crème fraiche unterrühren
  18. Abschmecken
  19. Zeit um? Reis gar?
  20. Rote Beete aus dem Ofen und Folie öffnen. Achtung heiß!
  21. Mit dem Reis und dem „Was-immer-Sie-genommen-haben“ und der Soße servieren

 

Muffins are a girl best friends, schubbiduhuhu

Derletzt hatte ich schon einen Schokoladen-Bier-Kuchen gebacken, diesmal sind es Malzbier-Muffins geworden. Kleine schokoladige Köstlichkeiten, nicht zu süß und wahrhaft schmackhaft.

Und dann gibt es noch diese Leckerei: Eine Kleinigkeit zur Mittagszeit, herzhaft, satt machend. Muffins mit Röstzwiebeln und Käse. Beide Rezepte entstammen dem Landjournal, abgeändert habe ich die Biersorte.

Gut geeignet für die nächste Party oder als Mitbringsel für die Mittagspause. Free Muffins für ALLE!

Fangen wir erst einmal mit „The Chocolade-Side-of-Life“ an:

Die Zutaten für die Schoko-Muffins:

  • 125 g Weizenmehl
  • 225 g Zucker
  • 50 g Kakaopulver
  • 1 TL Backpulver
  • 1/2 TL Fleur de Sel
  • 100 g Crème fraiche
  • 110 g zerlassene Butter
  • 175 ml Malzbier
  • 1 Ei Größe M

Die Zubereitung:

  1. Backofen vorheizen auf 180 Grad
  2. Muffinform fetten, mit Bröseln ausstreuen
  3. Alle trockenen Zutaten in einer Schüssel vermischen
  4. Alle flüssigen Zutaten und das Ei in einer anderen Schüssel vermischen
  5. Das Mehlgemisch vorsichtig mit dem Schneebesen unter die flüssigen Zutaten heben
  6. Teig in die Form füllen
  7. In den Ofen schieben und für 30 bis 35 Minuten backen
  8. Stäbchenprobe
  9. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen
  10. Wer mag kann noch einen Guss darüber geben oder Puderzucker

Nachdem wir nun einen dicken Schokobauch haben, gehen wir übergangslos zum Herzhaften über (und danach wieder was Süßes und dann wieder was Herzhaftes und …)

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Zutaten für die Röstzwiebel-Muffins:

  • 420 g Weizenmehl Type 405
  • 5 TL Backpulver
  • 1 TL Salz
  • 1/4 TL frisch gemahlener Pfeffer
  • 1/4 TL gemahlen Kümmel
  • 1 MPs. geriebene Muskatnuss
  • 20g Zucker
  • 75 g Röstzwiebeln
  • 50 g Bergkäse, gerieben
  • 500 ml dunkles Bier

Zubereitung:

  1. Backofen vorheizen auf 180 Grad
  2. Muffinform fetten, mit Bröseln ausstreuen
  3. In einer Schüssel die trockenen Zutaten mischen
  4. Das Bier hinzugeben und unterrühren
  5. Teig in die Form füllen
  6. Mit Käse bestreuen
  7. 20-25 Minuten goldgelb backen
  8. Stäbchenprobe
  9. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen
  10. Mit oder ohne Butter bestreichen. Lecker mit Salat als Beilage

Popeye würde es lieben

Weil ich ein gutes Mädchen bin und möchte, dass mein Liebster während des heutigen Fussballspiels bei Kräften bleibt und Gemüse gesund ist (tief Luft geholt), habe ich zum Abendessen

Spinatnocken mit brauner Butter und Parmesan sowie Jerseykäse

kredenzt. Spinat ist einfach nur „mmh“. Letztes Jahr hatte ich das Vergnügen für eine Saison einen Bauerngarten „zu mieten“ (hatte ich – glaube ich – schon einmal erwähnt). Unser Lieblingsgemüse war dort u.a. Spinat, Rote Beete und Mangold. Wenn man die kleinen Pflänzchen liebevoll gehegt und gepflegt hat, betrachtet man seinen Teller gleich ganz anders. IMG_1243Parallel zum Gemüsegarten fiel mir während einer Messe das Buch „Bauernmarkt & Biokiste“ in die Hände.Wer regional und saisonal kochen möchte, findet hier fantastische Rezepte nach Jahreszeiten sortiert.  Ich sage nur „Rote-Beete-Mohn-Risotto“.

Hier nun aus diesem Buch das Spinatnocken-Rezept. Im Original mit Ziegenkäse und für 4 Portionen:

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  • Salz
  • 1 kg Blattspinat oder 800 TK-Blattspinat
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1/2 Bund Dill (oder Petersilie)
  • 4 EL Butter
  • 150 g Weißbrot (oder Toast vom Vortag ohne Rinde)
  • 1-2 EL Mehl
  • 2 Eier
  • frisch geriebene Muskatnusspopeye
  • 100 g Ziegenhartkäse (oder Parmesan)
  • Mehl zum Wenden
  1. In einem großen Topf Salzwasser aufkochen
  2. Spinat putzen und waschen, in Salzwasser 2 Minuten blanchieren, herausnehmen, kalt abschrecken und abtropfen lassen. TK-Spinat nach Anweisung garen.
  3. Spinat im Tuch ausdrücken. Ergibt ca. 400 g ausgepressten Spinat
  4. Frühlingszwiebel vierteln und fein schneiden
  5. Knoblauch fein hacken
  6. Dillspitzen abzupfen und klein hacken
  7. In der Pfanne 1 EL Butter zerlassen
  8. Zwiebel, Knoblauch und Dill darin 2 Minuten dünsten
  9. Herausnehmen und mit dem Spinat pürieren
  10. Weißbrot zerkrümeln (Blitzhacker)
  11. Spinatmischung mit dem Weißbrot, 1 EL Mehl und den Eiern verkneten
  12. Mit Salz und Muskat kräftig! abschmecken
  13. 10 Minuten quellen lassen
  14. Noch einmal durchknetenIMG_3551
  15. Salzwasser in einem großen Topf zum Kochen bringen
  16. Eine Nocke formen und 5 Minuten ziehen lassen … Teig zu weich? Dann noch etwas Mehl unterheben
  17. Spinatnocken formen, in Mehl wenden und ins kochende Salzwasser geben
  18. Hitze reduzieren und 15 Minuten gar ziehen lassen
  19. Ziegenkäse grob reiben
  20. Spinatnocken herausnehmen und auf Teller verteilen
  21. Übrige Butter in einem kleinen Topf aufschäumen und hellbraun werden lassen
  22. Über die Nocken geben und anschließen mit Käse bestreuen

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Patata brava … nicht für brave, aber für mutige Wikinger und den Rest der Welt

Fußballfieber (ich bin für Island, schon allein wegen des Fan-Jubels),

Rücken & verspannter Nacken … hört sich nicht nach Anwerfen von Herdplatten an. Aber: Nur die Harten kommen in den Garten, was uns nicht umbringt … . Hieß für mich: Die Musik zum Film „Kiss the Cook“ (guckst du YouTube) aufgedreht und vorsichtig in die Küche getanzt. Da ich also Rückentechnisch nicht endlos vor dem Herd stehen wollte, gab es nur ein kleines, aber feines Rezept:

Patata brava

Diesmal nicht in der Tapas-Variante, sondern für mich als Hauptmahlzeit. Dafür benötigte ich

  • 6 Frühkartoffeln (waren bei mir ca. 350 gr), nur gewaschen, in Stücke geschnitten
  • 1 Zwiebel, gehackt
  • Einige Zweige Thymian (ich habe frischen und getrockneten Thymian genommen)
  • 2 TL Paprika Edelsüß
  • Salz, schwarzer Pfeffer
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 1 scharfe Chili (ich habe Chiliflocken verwendet, wer mag darf gerne mehr. Ich mag gerne mehr.)
  • Prise Zucker
  • Öl zum Anbraten
  • 1 Dose Tomaten, gehackt
  • Petersilie, gehackt

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Zubereitung:

  1. Öl in einen Topf geben und die Zwiebel mit Thymian darin weich dünsten
  2. Knoblauch und Chili(flocken) beifügen und kurz mitdünsten
  3. Die Dose Tomaten, das Paprika, Salz, Pfeffer, Zucker beifügen und köcheln lassen
  4. umrühren nicht vergessen, leicht einkochen
  5. warm stellen
  6. Kartoffeln, putzen und in große Stücke schneiden
  7. ca. 8-10 Minuten kochen (nur bissfest)
  8. Abtropfen und auf ein Tuch geben, trocknen
  9. Grillpfanne anwerfen, Öl dazu
  10. Kartoffeln goldbraun anbraten
  11. Petersilie hacken
  12. Kartoffeln in eine Schüssel, Sauce darüber und mit Petersilie bestreuen

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Ich habe parallel (vor dem Anbraten der Kartoffeln) in der Grillpfanne eine Scheibe Toast angebraten: Toast von beiden Seiten buttern. In der Pfanne etwas Ahornsirup oder Honig erhitzen. Toast reingeben und von beiden Seiten bräunen. Als kleines Leckerchen dazu.

IMG_3532Die Sonne geht unter. Ich mix mir jetzt einen Martini (aus rein medizinischen Zwecken natürlich) und gehe dann ins Bett. In der Hoffnung mich morgen wieder richtig bewegen zu können. Ist nüscht, wenn man alt wird.

 

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